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Von VAYEMA entwickelter Selbstcheck zu Symptomen und Auswirkungen – keine validierte Skala
Belastung durch anhaltende Trauer
Beantworten Sie die folgenden Aussagen zu Symptomen, um zu sehen, welche Erfahrungen und Lebensbereiche Sie als besonders beeinträchtigt angeben. Diese Fragen wurden von VAYEMA entwickelt und bilden keine validierte diagnostische Skala. Es wird kein Wert für den klinischen Schweregrad oder die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung berechnet.
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Für Erwachsene ab 18 Jahren. Dieser Selbstcheck kann eine Erkrankung weder diagnostizieren noch ausschliessen. Bei Sorgen um ein Kind ist eine altersgerechte fachliche Abklärung erforderlich.
Wenn Sie an die vergangenen vier Wochen denken: Wie gut beschreibt jede Aussage Ihre Erfahrung?
Zusätzlicher Kontext – fliesst in keinen Fragebogenwert ein
Diese Fragen wurden von VAYEMA entwickelt. Sie sind weder ein diagnostisches Instrument noch eine validierte Skala zur Beurteilung des Schweregrads. Sie fassen die von Ihnen ausgewählten Erfahrungen zusammen und erlauben keine Vorhersage einer Diagnose oder einer künftigen Schädigung. Hintergrundinformationen zur Erkrankung; diese Quelle spricht keine Empfehlung für diesen Selbstcheck aus.
Warum ein Gespräch wichtiger ist als eine diagnostische Bezeichnung
Wenn Sie nach einem Test für anhaltende Trauer suchen, möchten Sie vielleicht verstehen, warum der Schmerz Ihr Leben weiterhin so stark beeinträchtigt. Der erste Schritt muss nicht darin bestehen, zu entscheiden, ob die Diagnose auf Sie zutrifft. Sie können beschreiben, dass Ihr Alltag nach einem Todesfall eingeschränkt ist, und um eine Abklärung bitten. Eine Fachperson sollte Ihre gesamte Vorgeschichte berücksichtigen, statt zu erwarten, dass Sie bereits mit dem richtigen Begriff zum Gespräch kommen.
Beschreiben Sie anhand von Beispielen, was Ihnen derzeit schwerfällt und welche Unterstützung Sie sich wünschen. Vielleicht suchen Sie Hilfe bei grundlegenden Alltagsroutinen, beim Kontakt zu anderen Menschen oder beim Verstehen Ihrer Reaktionen auf Erinnerungen. Solche Angaben geben der Abklärung eine Richtung. Das Ergebnis kann eine trauerspezifische Behandlung, Unterstützung bei einer anderen Erkrankung, praktische Hilfe oder eine Kombination davon sein. Eine hilfreiche Einschätzung sollte die Überlegungen dahinter so erklären, dass Sie darüber sprechen und unzutreffende Annahmen korrigieren können.
Was bei der Abklärung berücksichtigt werden kann
Die Fachperson kann nach der Beziehung zur verstorbenen Person, der Zeit seit dem Tod, den Symptomen, deren Dauer und den Auswirkungen auf Ihre Alltagsbewältigung fragen. Sie sollte auch kulturelle Erwartungen und andere mögliche Erkrankungen berücksichtigen. Die APA beschreibt die anhaltende Trauerstörung anhand eines klinischen Musters und nicht allein anhand ihrer Dauer. Ein online ermittelter Punktwert kann die fachliche Beurteilung nicht ersetzen, die nötig ist, um diese Aspekte gemeinsam einzuordnen.
Sie können fragen, warum eine Frage relevant ist, und sagen, wenn Sie ein Detail lieber noch nicht besprechen möchten. Möglicherweise sind weitere Termine oder Informationen nötig, bevor eine Einschätzung möglich ist. Unsicherheit sollte erklärt und nicht mit einer scheinbar sicheren Diagnose verdeckt werden. Ziel der Abklärung ist es, hilfreiche Unterstützung zu finden – nicht zu beurteilen, ob Ihre Art, sich an einen Menschen zu erinnern, akzeptabel ist.
Der zeitliche Verlauf hilft bei der Diagnose, bestimmt aber nicht den Zugang zu Hilfe
Diagnosesysteme enthalten zeitliche Kriterien, die eine Fachperson beim Besprechen einer formellen Diagnose erklären sollte. Nach DSM-5-TR müssen bei Erwachsenen mindestens zwölf Monate seit dem Tod vergangen sein. Das bedeutet weder, dass die Trauer bis dahin beendet sein sollte, noch, dass jede Person mit anhaltender Belastung die Diagnosekriterien erfüllt. Das gesamte Symptommuster, die Beeinträchtigung und der Kontext bleiben entscheidend.
Warten Sie nicht mit der Suche nach Hilfe, nur weil weniger Zeit vergangen ist. Eine Fachperson kann die aktuelle Belastung, Depression, traumabezogene Symptome, die körperliche Gesundheit und Ihre Sicherheit zu jedem Zeitpunkt abklären. Zur Vorbereitung kann eine ungefähre Zeitleiste hilfreich sein: der Verlust, wichtige Veränderungen und der Zeitpunkt, ab dem bestimmte Schwierigkeiten stärker in den Vordergrund traten. Ein ausführliches Tagebuch ist nicht nötig. Auch ein unsicheres Datum sollte Sie nicht davon abhalten, das Gespräch zu beginnen.
Beschreiben Sie Ihre Alltagsbewältigung konkret
Denken Sie an Selbstfürsorge, Mahlzeiten, Schlaf, Arbeit, Betreuungsaufgaben, Beziehungen und Aktivitäten, die Ihnen wichtig sind. Was ist gut zu bewältigen, was erfordert ungewöhnlich viel Kraft und was ist weitgehend zum Stillstand gekommen? Beschreiben Sie auch den Unterschied zwischen dem, was andere sehen, und dem Aufwand, den Sie aufbringen, um weiterzumachen. Sichtbare Leistungsfähigkeit sagt nicht unbedingt etwas über das Ausmass der Belastung aus. Umgekehrt belegt eine vorübergehende Unterbrechung von Aktivitäten keine psychische Störung.
Nennen Sie einige typische Beispiele, statt jeden schwierigen Tag zu dokumentieren. Sie können auch beschreiben, was weiterhin hilfreich oder möglich ist. So erhält die Fachperson ein ausgewogenes Bild und kann möglicherweise Ressourcen für die Behandlung erkennen. Das Arbeitsblatt verzichtet bewusst darauf, Aktivitäten in Punkte umzuwandeln. Eine Gesamtsumme würde weder erklären, warum eine Aufgabe schwierig ist, noch, welche Unterstützung sie bewältigbar machen würde.
Über Erinnerungen sprechen, ohne sich zu einer detaillierten Schilderung zu zwingen
Manche Erinnerungen empfinden Sie vielleicht als tröstlich, andere als überwältigend. Beschreiben Sie ihre Wirkung in groben Zügen. Dazu gehört auch, ob Sie Aktivitäten meiden oder das Gefühl haben, nicht zwischen Erinnern und alltäglichen Aufgaben wechseln zu können. Sie müssen belastende Einzelheiten der Todesumstände nicht im Arbeitsblatt schildern. Ein Hinweis, dass Ihnen etwas schwerfällt zu besprechen, genügt, um die Fachperson darauf aufmerksam zu machen, dass ein behutsames Tempo nötig sein könnte.
Setzen Sie sich nicht absichtlich belastenden Erinnerungen aus, um zu sehen, ob Sie einen Selbsttest bestehen. Eine trauerspezifische Behandlung kann strukturierte therapeutische Arbeit umfassen. Ihr Einsatz setzt jedoch eine Abklärung, Erklärung und Begleitung voraus. Die Vorbereitung auf einen Termin ist etwas anderes, als eine Behandlung allein durchzuführen. Berichten Sie der Fachperson von früheren Therapien, davon, was geholfen hat, und davon, was die Belastung verstärkt hat.
Weitere Symptome und gesundheitliche Bedürfnisse einbeziehen
Anhaltend gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Angst, traumatische Erinnerungen, Schlafprobleme oder Substanzkonsum können eine gesonderte Betrachtung erfordern. Auch körperliche Symptome verdienen eine angemessene medizinische Abklärung. Ein Trauerfall ist ein wichtiger Kontext, sollte aber nicht automatisch als Erklärung für alles dienen. Sie können die Fachperson bitten, zu erläutern, welche Beschwerden sie abklären kann und für welche eine andere Fachstelle nötig ist.
Stellen Sie relevante Informationen zu Ihrer aktuellen Behandlung über einen geeigneten Kommunikationsweg bereit. Sie müssen keine Medikamentenliste oder vertraulichen Unterlagen in dieses Arbeitsblatt eingeben. Wenn mehrere Fachpersonen beteiligt sind, fragen Sie, wie Zuständigkeiten und Informationsaustausch vereinbart werden. Ein abgestimmter Plan sollte Unklarheiten reduzieren, ohne dass Sie jeder beteiligten Person Ihre gesamte Vorgeschichte uneingeschränkt offenlegen müssen.
Kultur, Bedeutung und fortbestehende Verbundenheit
Informieren Sie die abklärende Fachperson über Rituale, Überzeugungen oder familiäre Erwartungen, die Ihnen wichtig sind. Die Beziehung kann auch eine Bedeutung haben, die andere nicht erkennen. Sie können dies erläutern, ohne es als Symptom ansehen zu müssen. Eine Abklärung sollte zwischen einer wertvollen Verbindung zu Erinnerungen und Schwierigkeiten unterscheiden, die erhebliche Beeinträchtigungen verursachen. Sie sollte nicht einen einzigen Massstab dafür anlegen, wie alle Menschen zu trauern haben.
Cruse beschreibt ein Modell, das dem Leben neben dem Verlust Raum gibt. Vielleicht finden Sie diese Ausdrucksweise hilfreich, vielleicht auch nicht. Entscheidend ist, wobei Sie Unterstützung wünschen, während die Beziehung zur verstorbenen Person respektiert wird. Eine Diagnose sollte nicht als Beleg dafür dargestellt werden, dass Ihnen dieser Mensch zu viel bedeutet oder dass das Erinnern aufhören muss.
Fragen Sie nach den verwendeten Fragebogen
Eine Fachperson kann einen validierten Fragebogen einsetzen, um die Abklärung zu ergänzen oder Veränderungen zu verfolgen. Fragen Sie, was er erfasst, für welche Personengruppe er entwickelt wurde und wie das Ergebnis eingeordnet wird. Ein Punktwert kann ein Gespräch unterstützen, beantwortet aber nicht alle Fragen zu Diagnose, Sicherheit oder Behandlung. Die Fachperson sollte auch Informationen berücksichtigen, die der Fragebogen nicht erfasst.
Diese Seite ist keines dieser Instrumente. Ihre Fragen werden nicht mit Punkten bewertet und haben keinen diagnostischen Schwellenwert. Vergleichen Sie Ihre Antworten nicht mit denen anderer Personen und verwenden Sie sie nicht, um Angehörigen eine Diagnose zuzuschreiben. Sie können Fragen unbeantwortet lassen und dennoch Hilfe suchen. Wenn eine Fachstelle ein standardisiertes Instrument bereitstellt, folgen Sie dessen Anweisungen. Besprechen Sie Aussagen, die nicht zu Ihrer Situation passen, statt den Wortlaut selbst zu ändern.
Fragen zur vorgeschlagenen Behandlung
Fragen Sie, ob die Empfehlung eine allgemeine Trauerbegleitung, eine trauerfokussierte Intervention oder die Behandlung einer damit verbundenen Erkrankung betrifft. Welche Ausbildung hat die behandelnde Fachperson? Was geschieht in den ersten Sitzungen? Wie werden Ziele und Tempo vereinbart? Die Programminformationen von Columbia erläutern die Grundlage trauerspezifischer Behandlung. Welcher Plan geeignet ist, hängt dennoch von Ihrer Abklärung und Ihren Präferenzen ab.
Klären Sie auch praktische Fragen: Vertraulichkeit, Kosten, Behandlungsformat, Zeitpunkte für die Überprüfung des Verlaufs und Kontakt zwischen den Terminen. Wenn Ihr Bedarf über das Angebot der Fachstelle hinausgeht, sollte es einen Weg zu weiterführender Hilfe geben. Das Versprechen, vollständig mit dem Verlust abschliessen zu können, oder eine garantierte Genesung nach einer festgelegten Zahl von Sitzungen ersetzt keinen individuellen Plan. Sie können sich Zeit nehmen, um den Vorschlag zu prüfen, und nach Alternativen fragen.
Vorbereitung und dringende Hilfe auseinanderhalten
Das Arbeitsblatt übermittelt keine Antworten, überwacht keine Belastung und bucht keinen Termin. Eine heruntergeladene Kopie ist eine Datei auf Ihrem Gerät, keine geschützte klinische Dokumentation. Bewahren Sie nur auf, was hilfreich und sicher ist, vermeiden Sie Angaben, die Sie identifizieren, und löschen Sie die Notizen, wenn Sie fertig sind. Teilen Sie ausgewählte Informationen direkt mit einer geeigneten Fachperson über den von ihr empfohlenen Kommunikationsweg.
Wenn die Gefahr besteht, dass Sie Suizidgedanken in die Tat umsetzen, Sie Ihre Sicherheit nicht gewährleisten können oder ein anderer unmittelbarer Notfall vorliegt, kontaktieren Sie jetzt die örtlichen Notfall- oder Krisendienste. Warten Sie nicht auf einen Punktwert, eine Diagnose oder einen regulären Termin wegen Ihrer Trauer. Für nicht dringende Unterstützung können der ergänzende Behandlungsratgeber und die Informationen zur Trauerbegleitung von Cruse Ihnen helfen, Fragen vorzubereiten. Beides ersetzt jedoch keine direkte klinische Abklärung.
Häufig gestellte Fragen
Ist dies der PG-13-R-Fragebogen?
Nein. Hier wird weder der PG-13-R noch ein anderes validiertes diagnostisches Instrument wiedergegeben. Es handelt sich um freiwillige Fragen zur Vorbereitung ohne Punktebewertung. Eine Fachstelle, die einen standardisierten Fragebogen verwendet, sollte dessen Zweck erklären und das Ergebnis im Rahmen einer fachlichen Abklärung einordnen, statt es als eigenständige Diagnose zu behandeln.
Belegt starke Traurigkeit eine anhaltende Trauerstörung?
Kein einzelnes Gefühl belegt die Diagnose. Eine Fachperson berücksichtigt das Muster, die Dauer, die Alltagsbewältigung, die Zeit seit dem Tod und den kulturellen Kontext sowie andere Erkrankungen. Intensive Traurigkeit verdient Unterstützung, auch wenn diese bestimmte Diagnose nicht zutrifft.
Kann ich vor dem ersten Todestag eine Abklärung suchen?
Ja. Zeitliche Diagnosekriterien stehen einer Unterstützung bei aktuellen Bedürfnissen nicht entgegen. Eine Fachperson kann Belastung, Alltagsbewältigung, andere Erkrankungen und Sicherheit abklären, bevor eine formelle Diagnose einer anhaltenden Trauerstörung in Betracht kommt. Sie müssen nicht warten, während sich Ihre Schwierigkeiten verschärfen.
Wird von mir erwartet, dass ich Erinnerungsstücke an die Person aufgebe?
Dafür sollte es keine pauschale Regel geben. Besprechen Sie mit der Fachperson, welche Bedeutung Erinnerungsstücke für Sie haben und wie sie auf Sie wirken. Behandlungsziele sollten gemeinsam vereinbart werden. Das Weggeben von Gegenständen oder Entfernen von Fotos sollte nicht als allgemeingültiger Test dafür dienen, ob Sie den Verlust angenommen haben oder genesen sind.
Kann ich das Arbeitsblatt für jemand anderen ausfüllen?
Es dient der persönlichen Vorbereitung, nicht der Diagnose einer anderen Person. Sie können jemanden ermutigen, Hilfe zu suchen, oder Ihre Sorgen gegebenenfalls einer Fachperson schildern. Schreiben Sie der Person jedoch kein Ergebnis zu und verlangen Sie nicht, dass sie private Antworten offenlegt, um ihren Unterstützungsbedarf zu beweisen.
Werden die Antworten auf akute Belastung hin überwacht?
Nein. Keine Eingabe auf dieser Seite benachrichtigt eine Fachperson oder einen Notfalldienst. Für reguläre Unterstützung kontaktieren Sie eine geeignete Fachperson direkt. Bei unmittelbarer Gefahr wenden Sie sich an örtliche Notfall- oder Krisendienste. Verlassen Sie sich nicht darauf, durch das Ausfüllen, Speichern oder Herunterladen des Arbeitsblatts Hilfe anzufordern.
Weiterführende Informationen und Quellen
[1] APA: Anhaltende Trauerstörung
[2] Columbia Center for Prolonged Grief: Therapie bei anhaltender Trauer
[3] Columbia Center for Prolonged Grief: Unser Programm