Assessment & self-checks

DIS-Abklärung: Dissoziation, Gedächtnis und Vorbereitung

Medizinisch geprüft Dr. Sarah Boss, MD

Aktualisiert am

Von VAYEMA entwickelter Selbstcheck zu Symptomen und Auswirkungen – keine validierte Skala

Dissoziation und Kontinuität des Erlebens

Beantworten Sie die folgenden Aussagen zu Symptomen, um zu sehen, welche Erfahrungen und Lebensbereiche Sie als besonders beeinträchtigt beschreiben. Diese Fragen wurden von VAYEMA entwickelt und bilden keine validierte diagnostische Skala. Es wird kein Wert für den klinischen Schweregrad oder die Wahrscheinlichkeit einer Diagnose berechnet.

Ihre Antworten werden bei diesem Selbstcheck ausschliesslich auf dieser Seite verarbeitet. Sie werden weder übermittelt noch überwacht oder automatisch gespeichert. Sie benötigen weder einen Namen noch eine E-Mail-Adresse oder ein Konto. Nutzen Sie ein privates Gerät und löschen Sie Ihre Antworten, wenn Sie fertig sind.

Für Erwachsene ab 18 Jahren. Dieser Selbstcheck kann eine Erkrankung weder diagnostizieren noch ausschliessen. Bei Sorgen um ein Kind ist eine altersgerechte fachliche Abklärung erforderlich.

Wenn Sie an die letzten vier Wochen denken: Wie gut beschreibt jede Aussage Ihr Erleben?

1. Ich erlebe ein belastendes Gefühl, von meinen Handlungen oder Gefühlen losgelöst zu sein.
2. Ich bemerke unerklärliche Lücken in meiner Erinnerung an den Alltag.
3. Mein Gefühl eines zusammenhängenden Alltagserlebens ist unterbrochen.
4. Diese Erfahrungen beeinträchtigen meine Alltagsbewältigung oder meine Beziehungen.

Zusätzliche Angaben zum Kontext – fliessen in keinen Fragebogenwert ein

Haben diese Erfahrungen über den von diesem Selbstcheck erfassten Zeitraum hinaus angehalten oder sind sie wiederholt aufgetreten?
Haben sich diese Erfahrungen im Vergleich zu Ihrem üblichen Erleben deutlich verändert?
Wie sehr haben diese Probleme es Ihnen erschwert, Ihrer Arbeit nachzugehen, Dinge zu Hause zu erledigen oder mit anderen Menschen zurechtzukommen?

Diese Fragen wurden von VAYEMA entwickelt. Sie sind weder ein diagnostisches Instrument noch eine validierte Skala für den Schweregrad. Sie fassen die von Ihnen ausgewählten Erfahrungen zusammen und sagen weder eine Diagnose noch eine künftige Schädigung voraus. Hintergrundinformationen zur Erkrankung; diese Quelle spricht keine Empfehlung für diesen Selbstcheck aus.

Was eine fachliche Abklärung klären soll

Ziel ist es, die Art, den zeitlichen Verlauf und die Folgen der Erfahrungen zu verstehen – nicht einfach eine Diagnose zu bestätigen, die ein Online-Test nahegelegt hat. Bei der Abklärung einer dissoziativen Identitätsstörung (DIS) werden Beeinträchtigungen des Identitätserlebens und wiederkehrende Erinnerungslücken gemeinsam mit Belastung, Einschränkungen und möglichen anderen Erklärungen betrachtet. Die American Psychiatric Association erläutert die klinische Abgrenzung zu gewöhnlichen Veränderungen von Stimmung oder Verhalten.

Erklären Sie der Fachperson, was Sie zum Termin veranlasst hat. Vielleicht sorgen Sie sich, bei alltäglichen Aufgaben den Zusammenhang zu verlieren, haben Fragen zu einem früheren Bericht oder können eine Erfahrung nur schwer beschreiben. Sie sollten Ihr Anliegen schildern können, ohne Symptome vorführen oder Fachbegriffe verwenden zu müssen. Die abklärende Fachperson kann anschliessend erläutern, was genauer untersucht werden sollte und wie die Abklärung ablaufen wird.

Fragen Sie nach der einschlägigen Erfahrung der Fachperson

Die Abklärung komplexer dissoziativer Beschwerden erfordert entsprechende Fachkenntnisse. Fragen Sie, wie die Fachperson Dissoziation abklärt, wie sie andere Diagnosen berücksichtigt und ob bei Bedarf eine fachliche Rücksprache oder Weiterweisung möglich ist. Die Hinweise des NHS zur Abklärung betonen die Bedeutung spezialisierter Kenntnisse. Ein allgemeines Interesse an Trauma beantwortet nicht alle Fragen zur Kompetenz bei einem bestimmten Beschwerdebild.

Auch praktische Einzelheiten sind wichtig. Sie können fragen, ob die Abklärung mehrere Termine erfordern könnte, welche Informationen Sie mitbringen sollten und ob schriftliche Zusammenfassungen erstellt werden. Klären Sie, in welcher Sprache die Behandlung stattfindet, wie Ihre Privatsphäre geschützt wird und welche Vorkehrungen für einen barrierefreien Zugang möglich sind. Diese Fragen helfen Ihnen einzuschätzen, ob das Vorgehen verständlich und für Sie zugänglich ist, statt sich allein auf einen Titel im Profil oder das Versprechen einer raschen diagnostischen Gewissheit zu verlassen.

Beschreiben Sie zuerst Beobachtungen, dann Deutungen

Eine hilfreiche Beschreibung trennt das, was Sie bemerkt haben, von dem, was es Ihrer Ansicht nach bedeuten könnte. Vielleicht erinnern Sie sich beispielsweise daran, eine erledigte Aufgabe vorgefunden zu haben, ohne sich an deren Erledigung zu erinnern, oder sich während eines Gesprächs losgelöst gefühlt zu haben. Solche Erfahrungen können unterschiedliche Erklärungen haben. Die Fachperson braucht Angaben zu den Umständen, zur Häufigkeit und zu den Auswirkungen – nicht die Schlussfolgerung, dass eine bestimmte Identität anwesend gewesen sein müsse.

Nennen Sie einige wenige typische Beispiele. Beschreiben Sie auch, wie es zu dieser Zeit um Schlaf, Stress oder Medikamente stand und was unklar bleibt. Sie müssen nicht jeden Moment überwachen oder private Nachrichten durchsuchen, um ein Muster zu beweisen. Die Vorbereitung soll einen Ausgangspunkt für das Gespräch bieten und nicht zu einem weiteren erschöpfenden Prozess des Kontrollierens oder des Versuchs werden, einen lückenlosen Bericht zu rekonstruieren.

Erinnerungslücken brauchen eine umfassende Abklärung

Auch gewöhnliches Vergessen, eingeschränkte Aufmerksamkeit, Schlafprobleme, Substanzen und neurologische Erkrankungen können das Gedächtnis beeinflussen. Wenn die Vorgeschichte einen konkreten Verdacht nahelegt, kann eine Fachperson eine körperliche Untersuchung oder weitere Untersuchungen empfehlen. Die Erläuterungen des MSD Manuals zur Diagnostik schliessen die Prüfung anderer Erklärungen ein. Eine psychiatrische Vorgeschichte sollte nicht dazu führen, dass jedes neue Gedächtnisproblem automatisch als psychisch bedingt gilt.

Beschreiben Sie Beginn und Veränderungen sorgfältig. Ein seit Langem bestehendes Anliegen und eine plötzlich auftretende ausgeprägte Verwirrtheit erfordern unterschiedliche Reaktionen. Wenn Symptome nach einer Kopfverletzung, einem möglichen Krampfanfall oder einer akuten körperlichen Erkrankung auftreten, suchen Sie geeignete medizinische Hilfe, statt sich auf dieses Arbeitsblatt zu verlassen. Bringen Sie vorhandene Berichte mit, wenn sie hilfreich sind. Verzögern Sie jedoch keine notwendige Versorgung, während Sie Unterlagen sammeln oder versuchen, die Ursache selbst zu klären.

Der Termin sollte keine Übung zum Wiedererlangen von Erinnerungen sein

An manche Zeiträume erinnern Sie sich möglicherweise klar, an andere nur wenig. Benennen Sie diese Grenzen ehrlich. Ein Symptom oder ein Gefühl beweist kein bestimmtes Ereignis in der Vergangenheit. Eine Fachperson sollte zwischen dem Erkunden von Bedeutungen und Tatsachenbehauptungen über die Vergangenheit unterscheiden. Sie müssen weder Lücken mit Vermutungen füllen noch eine vorgeschlagene Erklärung akzeptieren, um Ihre Bereitschaft zur Mitarbeit zu zeigen.

Es ist angemessen zu fragen, wie die Fachperson mit unsicheren Erinnerungen umgeht und Suggestivfragen vermeidet. Führen Sie vor der Abklärung keine unbegleiteten Übungen durch, die verborgene Erfahrungen aufdecken sollen. Ihre gegenwärtige Sicherheit, Alltagsbewältigung und Belastung sind berechtigte Gründe, Hilfe in Anspruch zu nehmen, auch wenn die Vorgeschichte unvollständig bleibt. Es geht darum zu verstehen, was sich feststellen lässt und welche Unterstützung angemessen ist – nicht darum, Gewissheit über die Vergangenheit herzustellen.

Identität, Kultur und gewöhnliche Unterschiede brauchen Kontext

Menschen können sich in verschiedenen Beziehungen oder Rollen unterschiedlich erleben, ohne eine dissoziative Störung zu haben. Auch kulturelle und religiöse Praktiken müssen respektvoll eingeordnet werden. Eine Fachperson sollte fragen, was eine Erfahrung für Sie bedeutet und wie sie Ihr Leben beeinflusst, statt anzunehmen, dass ungewohnte Ausdrucksweisen oder Verhaltensweisen eine Diagnose bestätigen. Die Abgrenzung hängt vom gesamten klinischen Bild ab.

Für ein erstes Gespräch müssen Sie Identitätszustände weder benennen noch zählen oder vorführen. Verwenden Sie Begriffe, die für Sie sinnvoll sind, und bitten Sie die abklärende Fachperson, neu eingeführte Fachbegriffe zu erläutern. Eine hilfreiche Abklärung sollte Raum für unterschiedliche Ausdrucksweisen und Sichtweisen lassen und gleichzeitig Gedächtnis, Bewusstsein und Alltagsbewältigung systematisch untersuchen. Sie sollte nicht zu einem Test werden, ob Sie einem Stereotyp entsprechen.

Neben Dissoziation sollten auch andere psychische Symptome berücksichtigt werden

Die abklärende Fachperson kann nach Stimmungsepisoden, Angst, traumabezogenen Symptomen, ungewöhnlichen Wahrnehmungen, Schlafproblemen und Substanzkonsum fragen. Diese Bereiche können sich überschneiden und jeweils eigene Aufmerksamkeit benötigen. Fragen dazu bedeuten nicht automatisch, dass Ihre Schilderung zurückgewiesen wird. Sie helfen, eine Diagnose zu vermeiden, die eine andere Erklärung übersieht oder einen wichtigen Behandlungsbedarf unberücksichtigt lässt.

Unser Ratgeber zur dissoziativen Amnesie und unser Ratgeber zu Depersonalisation und Derealisation beschreiben verwandte, aber unterschiedliche Beschwerden. Sie müssen diese Ratgeber nicht lesen. Sie können der Fachperson stattdessen schildern, welche Erfahrungen Sie am stärksten beeinträchtigen, und fragen, wie sie die möglichen Erklärungen voneinander unterscheidet. Ein einzelner Punktwert kann dieses Gespräch nicht ersetzen.

Screening-Instrumente allein ermöglichen keine DIS-Diagnose

Eine Fachperson kann ein strukturiertes Interview oder einen geeigneten Fragebogen nutzen, um Informationen zu sammeln. Unterschiedliche Instrumente erfassen unterschiedliche Aspekte der Dissoziation. Ein hoher Wert in einem allgemeinen Dissoziationsscreening stellt für sich allein keine DIS fest. Fragen Sie, was das ausgewählte Instrument zeigen soll, welche Sprachversion verwendet wird und wie es das klinische Gespräch ergänzt.

Die Notizen auf dieser Seite sind keine veröffentlichte Screening-Skala. Es gibt weder einen Grenzwert noch eine diagnostische Wahrscheinlichkeit oder eine automatisierte Interpretation. Online-Tests so lange zu wiederholen, bis die Ergebnisse übereinstimmen, wird den fehlenden klinischen Kontext kaum liefern. Bringen Sie ein früheres Ergebnis mit, wenn es hilft, Ihr Anliegen zu erklären, aber beschreiben Sie auch die Erfahrungen dahinter. Sie können eine Abklärung suchen, ohne vorher ein Instrument auszufüllen.

Erleichtern Sie Ihre Teilnahme und vereinbaren Sie, was weitergegeben werden darf

Eine ruhigere Umgebung, Pausen, eine schriftliche Übersicht oder Zeit zum Klären von Fragen können den Termin erleichtern. Besprechen Sie diese Wünsche nach Möglichkeit im Voraus. Eine Vertrauensperson kann manchmal bei der Organisation helfen oder Beobachtungen beitragen. Ihre Schilderung sollte jedoch als ihre eigene gekennzeichnet sein und Ihr Erleben nicht ersetzen. Sie können darum bitten, einen Teil des Gesprächs allein mit der Fachperson zu führen.

Klären Sie, welche Informationen dokumentiert werden und welche Zusammenfassungen an bereits beteiligte Fachpersonen oder Familienmitglieder weitergegeben werden dürfen. Angehörige können auch Unterstützung für ihre eigenen Fragen suchen. Bei der Abklärung sollten die Rollen verständlich sein, besonders wenn jemand anderes die Versorgung organisiert oder finanziert. Praktische Hilfe sollte Ihre Teilnahme unterstützen und nicht automatisch Zugang zu allen Einzelheiten des Gesprächs ermöglichen.

Was nach der Abklärung erläutert werden sollte

Fragen Sie nach der aktuellen Einschätzung, den geprüften alternativen Erklärungen, verbleibenden Unsicherheiten und dem empfohlenen nächsten Schritt. Bevor eine gesicherte Diagnose gestellt wird, kann eine weitere Abklärung sinnvoll sein. Die Fachperson sollte erläutern, was zusätzliche Informationen klären könnten und wer sie einholen wird. Ein hilfreiches Ergebnis ist mehr als eine Bezeichnung: Es verbindet die Befunde mit Unterstützung, Verlaufskontrolle und realistischen praktischen Vereinbarungen.

Der Ratgeber zur Behandlung von DIS beschreibt Fragen zur spezialisierten psychologischen Behandlung und zur Koordination. Bei VAYEMA sollten im Rahmen der Organisation einer Abklärung die einschlägige Fachkompetenz und der Umfang der Abklärung bestätigt werden. Die Empfehlung kann auch einen anderen Anbieter einschliessen. Eine Diagnose oder ein Screening-Ergebnis legt nicht automatisch eine stationäre Behandlung, eine bestimmte therapeutische Fachperson oder ein festes Sitzungspaket fest.

Nutzen Sie private Notizen nur, wenn sie den nächsten Schritt erleichtern

Füllen Sie so viel oder so wenig des Arbeitsblatts aus, wie Ihnen sinnvoll erscheint. Die Übersichtsfunktion gibt Ihre Worte wieder, ohne sie zu analysieren. Nichts wird an VAYEMA gesendet, überwacht oder automatisch einer klinischen Dokumentation hinzugefügt. Ein Download ist freiwillig und sollte privat aufbewahrt werden. Sie können die Notizen löschen oder Ihre Erfahrungen beim Termin stattdessen mündlich schildern.

Unmittelbare Gefahr, plötzlich auftretende schwere Verwirrtheit, eine erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands oder die Unfähigkeit, die eigene Sicherheit zu gewährleisten, erfordern geeignete dringende Hilfe – kein weiteres Online-Ergebnis. Der Ratgeber zum Verständnis von DIS dient nur der Hintergrundinformation. Allgemeine Anfragen bieten keine Notfallhilfe. Die Vorbereitung soll Ihnen den Zugang zu einer geeigneten Fachperson erleichtern und darf niemals zu einer Voraussetzung werden, die Sie vor notwendiger Versorgung erfüllen zu müssen glauben.

Häufige Fragen zur DIS-Abklärung

Ist dies ein Test auf eine dissoziative Identitätsstörung?

Nein. Es handelt sich um ein eigens entwickeltes Arbeitsblatt zur Vorbereitung ohne Punkteauswertung, ergänzt durch Erläuterungen zur Abklärung. Es kann weder eine DIS feststellen noch Identitäten zählen oder ein Risiko bestimmen. Eine entsprechend erfahrene Fachperson muss die Erfahrungen, ihre Auswirkungen und mögliche andere Erklärungen abklären. Sie brauchen kein Ergebnis, bevor Sie um Hilfe bitten.

Wird die Fachperson erwarten, dass ich eine andere Identität vorführe?

Sie sollten keine Erfahrung vorführen oder künstlich erzeugen müssen, um eine Abklärung zu beginnen. Beschreiben Sie, was geschieht und was Sie wissen oder nicht wissen. Eine sorgfältig arbeitende Fachperson kann Identität, Gedächtnis und Alltagsbewältigung untersuchen, ohne Rollenspiele zu verlangen oder eine dramatische Darstellung als einzigen beachtenswerten Hinweis zu behandeln.

Kann ein Dissoziationsfragebogen eine körperliche Ursache ausschliessen?

Nein. Ein Instrument zur Selbstauskunft kann weder die neurologische Gesundheit untersuchen noch eine Kopfverletzung beurteilen oder sämtliche Wirkungen von Medikamenten oder Substanzen erfassen. Neue oder plötzlich auftretende Veränderungen können eine medizinische Abklärung erfordern. Informieren Sie die Fachperson über den Beginn, körperliche Symptome und die aktuelle Behandlung, statt anzunehmen, dass ein Fragebogen die Ursache abschliessend klärt.

Sollte ich vor dem Termin versuchen, Erinnerungen wiederzuerlangen?

Nein. Halten Sie Unsicherheit als Unsicherheit fest. Unbegleitete Übungen zum Wiedererlangen von Erinnerungen können Verwirrung schaffen und sind keine notwendige Vorbereitung. Sie können wegen aktueller Symptome Hilfe suchen, ohne eine vollständige Vorgeschichte rekonstruieren zu müssen. Die Fachperson sollte erklären, wie sie mit Fragen zu Erinnerungen umgeht, ohne Sie zu einer bestimmten Darstellung zu drängen.

Kann jemand anderes Beobachtungen beitragen?

Relevante Beobachtungen können hilfreich sein, wenn sie auf angemessene Weise weitergegeben werden. Sie sollten jedoch von Ihrer eigenen Schilderung unterschieden und unter Wahrung Ihrer Privatsphäre besprochen werden. Eine angehörige Person kann DIS nicht mithilfe eines stellvertretend ausgefüllten Fragebogens diagnostizieren. Fragen Sie, wie die Fachperson Angaben von Dritten nutzen wird und was anschliessend weitergegeben werden darf.

Was, wenn nach der Abklärung Unsicherheit bleibt?

Fragen Sie, was bekannt ist, welche anderen Erklärungen weiterhin infrage kommen und welche weitere Abklärung hilfreich wäre. Unsicherheit sollte erläutert und nicht hinter einer vorschnellen Diagnose verborgen werden. Ein Plan kann dennoch die aktuelle Belastung und praktische Bedürfnisse berücksichtigen. Sie sollten wissen, was der nächste Schritt ist und wer für dessen Organisation verantwortlich ist.

Weiterführende Informationen und Quellen

[1] American Psychiatric Association: Dissoziative Störungen und diagnostische Merkmale

[2] NHS: Abklärung dissoziativer Störungen

[3] MSD Manual Professional: DIS-Diagnose und differenzialdiagnostische Abklärung

Beginnen Sie mit einer vertraulichen Abklärung.

Zunächst klären wir Ihre Situation. Anschliessend besprechen wir, welche Fachpersonen und welcher Umfang an Unterstützung passend sein könnten.

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